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Geschichte und Hochwasserverhalten. |
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| Die Stadt Minden wurde in der
Vergangenheit mehrfach von extremen Hochwasserereignissen heimgesucht. Dies
dokumentiert schon der Hochwassermerkstein in Minden im Glacis. Seine
älteste Marke datiert aus dem 17. Jahrhundert. Für das große Einzugsgebiet der Weser gilt, dass nur großflächige Niederschläge zu Hochwasser führen. Der Hochwassercharakter der Weser wird vor allem durch das Relief sowie dem Gewässernetz geprägt. Wenn auch die Weser im Vergleich zu anderen Flusssystemen im Flachrelief im Hochwasserfall als schnell zu bezeichnen ist, brauchen Hochwasserscheitel zur Scheitelentwicklung auf Grund der
Gebietsgröße dennoch Tage - Zeiträume, in denen Vorsorgemaßnahmen organisiert werden können. |
Hochwassermerkstein Minden [Sönnichsen&Partner]
Relief der Oberweser [Sönnichsen&Partner] |
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Schadenspotenzial. |
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Das Schadenspotenzial bei einem Hochwasser, wie es
zuletzt 1946 aufgetreten ist, bewirkt einen Schaden von ca. 26 Mio.
[Hochwasser-Aktionsplan Weser, StAfUA OWL, 2005].
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Bahnhof Minden, Hochwasser 1946 [Kommunalarchiv Minden] |
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Maßnahmen. |
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Der gesamte Stadtdurchgang Minden präsentiert sich im Gesamtverlauf der Weser als
herausragend hochwasserempfindlich. Der wirksame Abflussquerschnitt hat eine Breite von im Mittel 300m, die sich im Bereich der Querung der L 534 auf zwei Arme aufteilt. Diese Engpasssituation verlangt für den Hochwasserschutz, dass der gesamte Stadtdurchgang unter dem Aspekt
Leistungsfähigkeit behandelt wird. Das gilt für die Unterhaltung und auch für Veränderungen.
[alle Maßnahmen aus Hochwasser-Aktionsplan Weser, StAfUA OWL, 2005]
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Überschwemmungsgebiet in Minden bei HQ100 [HWAP Weser, StAfUA OWL ; 2005]
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| Alle Maßnahmen sollten so erfolgen, dass Eingriffe auf bestehende Infrastruktur (Leitungen, Kanäle etc.) möglichst nicht oder nur in geringen Umfang stattfinden, um Mehrkosten zu vermeiden. Generell ist vor der Durchführung solcher Maßnahmen zu überprüfen, ob Sie mit anderen, konkurrierenden Anforderungen (Lage im Landschaftsschutzgebiet, politischen und kulturellen Anforderungen (z.B. Naherholung im Auengebiet (Nutzung von "Kanzlers Weide"), Komplikationen mit Altlasten, etc.) in Einklang zu bringen ist und welche Konsequenzen sich ergeben (z.B. Flächenausgleich, Planfeststellung, etc.). Die wirtschaftliche, umweltbezogene und politische Bedeutung auf der einen Seite ist mit dem Hochwasserschutz auf der anderen Seite in jedem Fall sinnvoll abzuwägen. | |||||||||||
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