Zum Vereinszweck der Weserfreunde gehört es auch, auf die Gefahren von Hochwasser aufmerksam zu machen. Am 10. Februar 2026 jährte sich zum 80. Mal der Tag des höchsten Wasserstandes der Hochwasserkatastrophe von 1946. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Bevölkerung Mindens damals von einem sogenannten hundertjährlichen Hochwasser überrascht.
Die Weser sammelt in Minden Wasser aus einem Einzugsgebiet von rund 19.200 km². Bei außergewöhnlich starken Niederschlägen können sich so enorme Wassermengen im Fluss bündeln. Diese Gefahr besteht grundsätzlich immer – sie wird letztlich vom Himmel bestimmt: Extreme Niederschläge führen zu extremen Hochwassern. Darauf muss eine Stadt am Fluss vorbereitet sein.
Doch je länger ein großes Hochwasser zurückliegt, desto leichter gerät dieses Bewusstsein in Vergessenheit.
Um daran zu erinnern, haben die Weserfreunde den historischen Wasserstand von 8,19 Metern, der damals am Pegel Minden gemessen wurde, auf besondere Weise sichtbar gemacht. Nach Einbruch der Dunkelheit ließ der Lichtkünstler Oliver Roth die damalige Höhe des Wassers als Lichtprojektion über die Weser erscheinen.
Ergänzend dazu zeigten die Weserfreunde an der Mauer der Fischerstadt Fotos und Videos, die an das Ereignis und seine Auswirkungen erinnerten.
So wurde für einen Abend sichtbar, welche Kräfte in der Weser stecken – und warum es wichtig ist, die Erinnerung daran wachzuhalten.
